REIMER PÖSCHEL

Reimer Pöschel  |  Obelisk  |  2010  |  Mischtechnik auf Leinwand  |  60 x 80 cm
Reimer Pöschel | Obelisk | 2010 | Mischtechnik auf Leinwand | 60 x 80 cm

Sicheren Grund findet man bei der Betrachtung von verschwommenen Bilderzählungen von Reimer Pöschel schwerlich.

 

So ist mit dem Generalthema ”Irritationen“ eine Einstimmung gegeben, vielleicht auch ein Grundgefühl beschrieben, dass sich beim Betrachten der Bilder durchaus einstellen kann.

 

Die Bildtitel könnten auf jeweils klare Geschichten hoffen lassen- Sie nehmen auf grundsätzliche Themen Bezug, zu dem klingt eine Verwandtschaft zu das Existenzielle berührenden Bildthemen des späten 14. und des frühen 20. Jahrhunderts an. Aus dieser Perspektive Bekanntes begegnet auf den Bildern jedoch weniger. Vielleicht ist es die Flagge, ein in die Ferne weisender Weg. Die gegenständliche Symbolik wird langsam eingesetzt, es ist überschaubar. Dann wieder vereinen verschlungene Personenkompositionen soviel Gegensätzliches, dass der Versuch einer Entschlüsselung der innewohnenden Botschaft in weite Ferne rückt. Doch in diesem Kontext treten unvermittelt einzelne Gestalten ins Licht, die ihre Rolle preiszugeben scheinen. Trotz des figürlichen Verwirrspiels steht dem Betrachter der Maler zur Seite. Farbrhytmus, Farbsymbolik und Formensprache vermögen Assoziationen auszulösen, die vor einer nüchternen Analyse des Bildes jene Stimmung erzeugt, die uns auf die Bildthemen zubewegen lässt.

 

Die sakralen Bezüge beherrschen die Bilder von Begnadigung, Predigt, Prozession. Diese Bezüge kennzeichnen auch, und hier lässt sich eine Brücke zu den früheren Bildern schlagen, seine Landschaftsmalerei.