GALERIE ICON BERLIN

VETERANENSTRASSE 22

10119 BERLIN-MITTE


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ÖFFNUNGSZEITEN

 

Mi - Fr: 14 - 19 Uhr
Sa:

13 - 18 Uhr

oder nach Vereinbarung

 Abbildungen: Künstler des Frühjahrssalon 2016

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Ausstellung 18.03.2016 - 11.06.2016

 

mit wechselnden Exponaten und Sonderveranstaltungen, die auf unserer Internetseite bekannt gegeben werden.

 

sieben künstlerische Positionen:

 

Hannes Egli,  Malerei 

Doris Windlin,  Malerei

Gert Schwartz,  Grafik

Reimer Pöschel,  Malerei

Wolfgang Schlett,  Plasik und Buchobjekte 

Eva Nordal,  Malerei 

Sven Wiebers,   Malerei 

 

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Doris Windlin und Hannes Egli

Die schweizerisch-tschechische Künstlerin Doris Windlin und ihr Kollege Hannes Egli beteiligen sich mit Pleinair-Arbeiten am Herbstsalon der Galerie ICON 

 

Doris Windlin kommt ursprünglich aus dem schweizeri Kanton Obwalden. Heute lebt

und arbeitet die Künstlerin in Stankov, Tschechische Republik. Von März bis Juni

2015 hatte Windlin ein Gastatelier der zentralschweizer Kantone in Berlin-Mitte. Sie

kam nach Berlin mit der Absicht, in der Grossstadt zu malen, unter den Leuten, auf

der Strasse, bei jedem Wetter. Ihr Ziel war, Stadt und Menschen auf sich und ihre

Arbeit wirken zu lassen.

Bei der Pleinair-Arbeit erlebt Doris Windlin allerhand spontane Begegnungen. An der

Art, wie die Menschen auf sie zukommen, erkennt sie die unterschiedlichen

Charaktere der Stadtteile. Am Alexanderplatz ist man spontan und zu einem kleinen

Spass bereit. Bei den Hackeschen Höfen und am Potsdamer Platz herrscht eher

diskrete Zurückhaltung. Am Westhafen wird Respekt vor dem Privatareal der

Unternehmen gefordert. Beim Schweizer Konsulat sind die Passanten erstaunt, dass

an so einem menschenleeren Ort überhaupt jemand malt. Am Kottbuser Tor

schließlich trifft die Künstlerin auf ein Leben wie in ihren früheren Kneipenbildern.

Doris Windlin lud weitere Kunstschaffende nach Berlin ein und ließ sich von ihnen

zu ihren jeweiligen Themen und Plätzen führen. Einer von ihnen ist Hannes Egli,

einer ihrer Malerkollegen aus der Schweiz. Egli zeichnete im April zehn Tage in

Berlin. Er wohnte am Prenzlauer Berg und traf die Kollegin zum Malen am

Westhafen und am Spandauer Schifffahrtskanal. Hannes Egli setzt sich in seiner

Malerei mit urbanen Räumen auseinender. Seine Stadtlandschaften sind vom

Menschenwerk geprägt. Sie zeigen die Realität ungeschminkt und weisen auf die

raue Schönheit von Orten und Einrichtungen der Arbeitswelt hin.

Gert Schwartz

Mich interessieren die Mittel der Darstellung, nicht die Beschreibung der Gegenständlichkeit durch eine Linie, sondern die Linie selbst.

Mir gefällt der Gedanke, dass Kunst mehr ist als plakatives Statement und sich in ihrer Konsequenz auch nicht in einen Algorithmus pressen lässt. Erst die Störung, hervorgerufen durch ein kleines Wackeln beim Zeichnen, macht die souverän gesetzte Linie reizvoll.

 

Gert Schwartz 2016